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    Lieber Andreas Meyer

    November 7, 2015

    Lieber Andreas Meyer

     

    Rail-Fit lautet der klingende Name Ihres Sparprogramms.  900 Stellen wollen Sie abbauen und bis 2030 1,7 Milliarden Franken einsparen.

     

    Tröstlich,  dass Sie 2030 Geschichte  sein werden. Vielleicht nerven Sie als Rentner und Besitzer eines 1.-Klass-GAs die Pendler auf dem Weg zur Arbeit mit einer lauten Jassrunde im Zug.

     

    Ich selber durfte vor einigen Jahren am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn Nieten in Nadelstreifen solche Sätze ventilieren, wie Sie sie letzte Woche zum Besten gaben. Da kommt der grosse CEO mit Mc-Kinsey-Schergen im Schlepptau und schleicht durch die Büros. Jeder dieser Jungdynamiker kostet ein paar Tausender am Tag. Sie selber streichen gemäss Wikipedia 1,1 Millionen Franken pro Jahr ein. Am Schluss kommen dann Sparprogramme mit Titeln wie Progress, Regress oder eben Rail-Fit raus.

     

    Die beiden Unternehmen, die die gleiche Strategie wie Sie bei den SBB anwendeten, heissen Ringier und Tamedia. Deren grösster Fehler war, dass sie die Pendlerzeitung 20 Minuten nicht ernst nahmen, als der norwegische Medienkonzern Shibsted 1999 beschloss, den Schweizer Markt mit einer Gratiszeitung aufzumischen.

     

    Erst 2005 gelang es Tamedia - mit einer Erpressung und viel Geld - 20 Minuten und dessen Newsportal zu übernehmen. Heute ist das einer der wenigen profitablen Titel. Ich behaupte, dass Traditions-Zeitungen wie NZZ, Tagesanzeiger, Blick, SonntagsBlick oder SonntagsZeitung nicht mehr existieren (und wenn, dann bestimmt nicht in der heutigen Form), wenn die SBB 2030 dereinst den letzten Franken Ihres Rail-Fit-Programms eingespart haben werden. Weiter behaupte ich, dass das Unternehmen Ringier in einem deutschen Verlag aufgehen und als Name verschwinden wird.

     

    Warum? Weil  Manager wie Sie immer gleich denken. Das Schlimmste an Sparprogrammen wie Rail-Fit ist, dass sie die Menschen demotivieren, die für das Unternehmen arbeiten. Es ist die Hölle, wenn Sie zu Arbeitsbeginn nicht wissen, ob sie am Ende des Tages gekündigt sind. Gute und kreative Ideen enstehen in einem angstfreien Umfeld.

     

    Vor einigen Wochen konnte ich auf einer langen Autofahrt durch Nordeuropa meine Spritkosten mit Hilfe einer App halbieren. Ich hatte Gelegenheit interessante Gespräche zu führen und spannende Menschen kennen zu lernen. Ganz einfach, indem ich eine elektronische Mitfahrzentrale benutzte. Die App hat das Potenzial, wie Airbnb oder Uber die grössten Hotel- und Taxi-Ketten vom Markt zu blasen. Stellen Sie sich mal vor, alle Autofahrer würden Blabla Car benutzen. Ihre Züge und die Strassen wären ziemlich leer. Ganz einfach, weil 2006 ein Kerl in Paris die Idee hatte, Social Media und die Mitfahrzentrale intelligent zu vernetzen. Dann brauchen Sie dann ganz schnell einen neuen Businessplan und Rail-Fit römisch drei advanced.

     

    Meine Fahrgäste auf der Fahrt von Norddeutschland in den Süden erzählten mir Folgendes: Sie nerven sich über das komplizierte Ticketing, die Streiks und die horrenden Preise der Deutschen Bahn. Denn es ist nicht allen Menschen vergönnt, ein Ticket drei Jahre und ein Tag im voraus zu buchen, um den besten Preis aus dem Buchungssystem herauszuwinden. Alles Dinge, die Sie Herr Meyer,  bei der DB lernten und mit welchen Sie uns auch hier in der Schweiz beglücken möchten. Was ich damit sagen will: Die Gefahr für das Unternehmen SBB ist nicht die Kostenstruktur der Fernbusse, sondern Ihr Unwille neu und frei zu denken. Deshalb mein Sparvorschlag: Kündigen Sie den Vertrag mit Mc Kinsey und gehen Sie mit Ihrer Frau ins Aqua-Fit.

     

    Ich grüsse Sie

     

    Michael Würtenberg

     

     

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