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ABOUT

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1988 führte mich die Liebe nach China – im Rucksack eine Nikon FE und 100 Filme. Zurück in Europa platzte zwar die Beziehung, doch meine Leidenschaft für Fotografie war geboren. Über Keystone machte ich meine ersten Schritte im Fotojournalismus, später arbeitete ich für Agenturen und die SonntagsZeitung. 2011-2013 war ich Gründungsmitglied und Fotochef der TagesWoche. Seither und dazwischen bin ich freiberuflich als Fotograf und Bildredaktor unterwegs.

Heute lebe ich mit meiner Frau in Küttigen, wo ich nach tausenden Aufträgen wieder mehr Raum für persönliche Projekte finde. Unsere vier Kinder sind erwachsen – Zeit, die Taschen zu packen und in die Welt zu ziehen.

AUSZEICHENUNGEN & AUSSTELLUNGEN

Lob & Preis

1998 – Swiss Press Photo, 2. Platz, Kategorie Aktualität  

1993 – Premio die Lago Maggiore, 1. Preis  

2007 – Swiss Press Photo 1. & 2. Platz, Kategorie Aktualität

Ausstellungen 

1990 – Reportage aus China & Russland, Ausstellung in Basel
1994 – Reportage aus China & Tibet, im Kunstraum Basel  

1998 – Reportage aus der Mongolei, im Depot 14 in Basel  

2026 – Serbien: Kupfer, Gold und Widerstand, im Stadtmuseum Aarau 

Kunden -
eine Auswahl

Axpo   I   Basler Zeitung   I   Bilanz

Blick   I   CH Media   I   EKZ   I   Greenpeace

HF Zug   I   Keystone   I    K-Tipp   I   Reuters  

SonntagsBlick   I   SWISSAID   I   Tagesanzeiger

TagesWoche   I   WOZ   I   WWF .
 

..und viele andere

WIE ICH FOTOGRAF WURDE

1987 schloss ich eine Lehre als Zimmermann ab. Und dachte nicht im Traum daran, als Fotograf mein Leben zu verdienen. Nur das Fernweh, das gab es bei mir schon immer. Der Werkhof der Zimmerei Risi in Allschwil lag in der Abflugschneise des Flughafens Basel. Die Maschinen donnerten jeweils über die Köpfe. Da wünschte ich mir, in einem der Flugzeuge in die Ferne zu schweifen. 1988 baute ich für einen Freund und dessen Familie einen Dachboden um. Wir reisten zur Erholung nach Holland, in Amsterdam trafen wir eine sehr hübsche Bekannte von ihm, und offenbar gefiel ich ihr auch. Sie war Fotografin, und sie liebte China. Und natürlich wollte ich sie auf der nächsten Reise ins Land der Mitte begleiten. So investierte ich mein Erspartes in die Liebe, eine Reise und in eine Kamera-Ausrüstung. Wir starteten von Hongkong aus und querten China bis an die Grenze zu Tibet. Dort fotografierten wir Nomaden und Wanderarbeiter. Beziehungsmässig war es ein Desaster. Ende Oktober ruckelten wir mit der Transsibirischen Eisenbahn zurück nach Europa. In Berlin stieg ich aus, und meine Freundin blieb im Abteil sitzen. In den Händen hielt ich meine Kamera, im Rucksack ein paar Habseligkeiten und 100 belichtete Filme. In der Halle des Bahnhofs Zoo rannten mir Ossis mit DDR-Pässen entgegen und riefen «die Mauer ist weg!». Zwar war die Spule an meiner Nikon FE nach den Strapazen in China kaputt, so dass sich der Film kaum zurückspulen liess. Erschwerend kam hinzu, dass ich noch nicht fotografieren konnte. Aber ich fotografierte, was mir vor die Linse kam. Auch an diesem denkwürdigen 9. November 1989. Zurück in Basel war ich komplett pleite und schlug mich zunächst als Weihnachtsbaum-Verkäufer und Nachtwächter durch. Doch das Glück lachte mir wieder zu: Über einen Freund meines Bruders lernte ich «Kupfi», den Leiter des Keystone-Büros in Basel, kennen. Die belichteten TMax-Filme der China-Reise durfte ich so im Labor der Keystone entwickeln. «Kupfi» war es denn auch, der mich auf ein erstes Assignment mitnahm: Eishockey! So fuhren wir denn im Auftrag von Keystone nach Porrentruy und ich versuchte zum ersten Mal, ein Bild zu schiessen, auf dem der Puck zu sehen ist. Von da an war ich Fotograf. Bei «Kupfi» machte ich ein Volontariat und verdiente auf den Lokalredaktionen in der Nordwestschweiz meine Sporen als Fotograf ab. Bis 1998 fotografierte ich als «Freier» für Nachrichtenagenturen und zahlreiche lokale und überregionale Titel. Dann heuerte ich bei der „SonntagsZeitung“ an und kam weit in der Welt herum. Seit 2001 bin ich wieder als Freelancer unterwegs. Nachdem ich 2003 zum ersten Mal Vater wurde, habe ich mir ein zweites Standbein aufgebaut. Seither arbeite ich als Fotograf und als Bildredaktor. Dessen Aufgabe ist es, auf den unzähligen Bildportalen die passenden Fotos zu finden. Salopp ausgedrückt: Der Bildredaktor ist ein Platzanweiser für Bilder. Seit September 2016 wohne ich mit meiner Frau und unseren vier Kindern in einem alten Bauernhaus in Küttigen, AG. Das Haus war während mehr als zwanzig Jahren leer gestanden. Das Haus benötigte etwas «Liebe» – fast ein Jahr lang baute ich das Haus um. Das Meiste gelang mir mithilfe einer Handvoll fantastischer Handwerker in Eigenregie. Dabei durfte ich immer wieder unglaublich viel lernen. So kommt es, dass ich nach 38 Jahren und vielen tausend Fotoaufträgen wieder Freude an der Arbeit mit Holz bekommen habe und heute auch wieder Zimmereiarbeiten ausführe. Unsere vier Kinder erwachsen, jetzt ist ist die Zeit gekommen, Taschen zu packen und in die Welt zu ziehen, um zu fotografieren.

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